Marienvesper

Die Inszenierung von Monteverdis „Marienvesper“ in der Luzerner Jesuitenkirche kreist vor allem um das dynamische Zusammenspiel von Musik, Tanz und Raumerlebnis. Die eigens für die „Marienvesper“ entworfenen Einbauten von Kostas Murkudis strukturieren den Sakralraum neu und schaffen eine mehrdimensionale Bühne, auf der sich die 13 Instrumentalisten, neun Sänger und elf Tänzer sowie das Publikum von bis zu 300 Personen frei bewegen können.

Die Choreographie der Musiker ermöglicht dabei ein räumliches Erleben der Musik. Durch die Bewegung der „Klangquellen“ entfaltet sich die Marienvesper im Raum, so dass die Zuhörer_Innen jeder einzelnen Stimme sprichwörtlich „folgen“ können. Die Choreographie der Tänzer verstärkt dabei das Empfinden beim Zuhören der Musik und gibt ihm eine Klangfarbe oder eine taktile Ebene. So wird eine multisensuale Gesamterfahrung ermöglicht, die alle Sinne anspricht:Die Inszenierung im Raum schafft die Voraussetzungen für eine körperliche Erfahrung und ein differenziertes Hören von einem der herausragendsten Werke Monteverdis, und ermöglicht ein gemeinschaftliches Erleben im Zusammenspiel von Wort, Klang und Bewegung.

Die unterschiedlichen Raumebenen ermöglichen verschiedene Blickwinkel auf die Szenerie und die Beteiligten. Diese dynamische Art der Inszenierung erlaubt ein grundsätzliches Nachdenken darüber, was Gemeinschaft ist und sein kann. In welcher Beziehung stehe ich zu den anderen Menschen? Zu meinem Nebenan im Publikum? Welche Rolle übernehme ich?

Die Jesuitenkirche verleiht der Inszenierung eine zusätzliche spirituelle Dimension: Im Kirchenraum kann die Aufführung zu einer liturgischen Installation werden. Vor dem Hintergrund, dass die Bestuhlung von Kirchen erst im Reformationszeitalter (ausgehend von evangelischen Territorien) üblich wurde, nähert diese Form der Aufführung das Werk gleichsam an alte Formen von Gottesdiensten an.

Musik

Claudio Monteverdi

Musikalische Leitung

Olof Boman

Inszenierung und Choreographie

Sebastian Matthias

Bühne und Kostüme

Kostas Murkudis

Licht

Marc Hostettler

Dramaturgie

Laura Schmidt

Studienleitung

Rolando Garza Rodriguéz

Korrepetition

Ieva Saliete

Choreographische Assistenz

Déborah Hofstetter, Harumi Terayama

Regieassistenz, Abendspielleitung und Inspizienz

Lennart Hantke

Kostümassistenz

Moana Lehmann

Bühnenbildassistenz

Stephan Wespi

Dramaturgische Mitarbeit

Mira Moschallski

Probenassistenz Tanz

Zoran Markovic

Produktionsleitung

Katrin Gurtner

Technische Produktionsleitung

Julius Hahn

Opernensemble Luzerner Theater

Sopran 1

Diana Schnürpel

Sopran 2

Magdalena Risberg

Mezzosopran 1

Karin Torbjörnsdóttir

Mezzosopran 2

Sarah Alexandra Hudarew

Tenor 1

Denzil Delaere

Tenor 2

Rober Maszl

Bariton 1

Bernt Ola Volungholen

Bariton 2

Jason Cox

Bass

Vuyani Mlinde

Tanz Luzerner Theater

Martina Consoli, Dario Dinuzzi, Shota Inoue, Rachel Lawrence, Olivia Lecompte, Dor Mamalia, Salome Martins, Enrique Saez Martinéz, Andrea Thompson, Tom van de Ven, Déborah Hofstetter (Gast)

Künstlerische Leitung Tanz Luzerner Theater

Kathleen McNurney

Les Passions de L'Ame

Violine

Meret Lüthi, Sabine Stoffer

Viola

Matthias Jäggi

Gambe und Lirone

Matthias Müller

Violone

Love Persson

Orgel

Ieva Saliete

Laute 1

Juan Sebastian Lima

Laute 2

Vincent Flückiger

Zink

Frithjof Smith, Gebhard David

Posaune

Simen van Mechelen, Detlef Reimers, Tobias Hildebrandt/Justin Clark

Profizuschauer_Innen

Stefanie Bachmann, Erwin Bestechen, Ursula Brunner, Martin Bütler, Vera Bruggmann, Helen Jäger, Verena Manser, Hannah Marti, Johannes Otto, Karin Petter, Stella Pfeiffer, Marco Schmidt, Vernesa Spahia, Karina Herrera Süess, Birgit Thoma, Nora Wagner, Hans Woodtli, Lukas Wisst

Produziert von

Theater Luzern